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Immer up to date: Wie FIS/xee die neuesten OFTP2-Standards und Cybersecurity-Vorgaben meistert

Neue OFTP2-Vorgaben, stärkere Verschlüsselung, stabile Zertifikatslaufzeiten und PDX XML: Odette schärft die Standards für sicheren Datenaustausch in der Automotive-Lieferkette. Erfahren Sie im Beitrag, wie FIS/xee diese Anforderungen erfüllt und EDI-Prozesse spürbar vereinfacht.
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Immer up to date: Wie FIS/xee die neuesten OFTP2-Standards und Cybersecurity-Vorgaben meistert

1. Juli 2026 | Lesezeit: 7 Minuten

Jens Wolf

Produktmanager bei FIS

Neue OFTP2-Vorgaben, stärkere Verschlüsselung, stabile Zertifikatslaufzeiten und PDX XML: Odette schärft die Standards für sicheren Datenaustausch in der Automotive-Lieferkette. Erfahren Sie im Beitrag, wie FIS/xee diese Anforderungen erfüllt und EDI-Prozesse spürbar vereinfacht.

Der sichere Austausch geschäftskritischer Daten entscheidet in der Automotive-Lieferkette über Tempo, Qualität und Verlässlichkeit. Lieferabrufe, Transportdaten, Rechnungen, technische Dokumente oder Produktionsinformationen müssen pünktlich ankommen. Sie müssen vollständig sein. Und sie müssen vor unbefugtem Zugriff geschützt bleiben.

Aber wie lassen sich geschäftskritische Daten in der Automotive Industrie zuverlässig, vollständig und gleichzeitig sicher übertragen? Genau hier spielt OFTP2 seine Stärke aus. Das bewährte Übertragungsprotokoll verbindet Unternehmen direkt miteinander. Es schützt Daten durch Verschlüsselung, digitale Signaturen und Zertifikate. Deshalb nutzen viele Hersteller, Zulieferer und Dienstleister OFTP2 seit Jahren für den sicheren Datenaustausch.

FIS-Wissen

OFTP2 ist die moderne Weiterentwicklung des ursprünglich für die europäische Automobilindustrie entwickelten OFTP-Protokolls. Als De-facto-Standard im Automotive-Sektor ermöglicht es den sicheren elektronischen Datenaustausch (EDI) über das Internet mittels TLS-Verschlüsselung und digitaler Signaturen. Das Protokoll erlaubt zudem den effizienten Transfer großer Datenmengen sowie die nahtlose Wiederaufnahme unterbrochener Übertragungen.

Doch die Anforderungen steigen. Cyberangriffe werden professioneller. Angreifer suchen gezielt nach schwachen Zertifikaten, veralteten Verschlüsselungsverfahren und schlecht gepflegten Schnittstellen. Darauf hat Odette reagiert. Die Standardisierungsorganisation hat wichtige Neuerungen und Anpassungen rund um OFTP2 bekannt gegeben.

Für Nutzer unserer EDI- und Integrationsplattform FIS/xee gibt es eine hervorragende Nachricht vorweg: Sie sind bestens für die Zukunft gerüstet. Die Lösung entwickelt sich mit den Standards weiter. Wir beobachten die Vorgaben, prüfen ihre Folgen für den praktischen Betrieb und setzen notwendige Änderungen frühzeitig um.

Im Folgenden erfahren Sie, was sich ändert, warum diese Änderungen wichtig sind und wie FIS/xee Sie im Alltag entlastet.

1. Höhere Verschlüsselungsstandards für maximale Cybersicherheit

Die Bedrohungslage im digitalen Raum verschärft sich weltweit. Unternehmen schützen heute nicht mehr nur einzelne Systeme. Sie müssen ganze Lieferketten absichern. Ein unsicherer Kommunikationsweg kann ausreichen, um sensible Daten offenzulegen oder Prozesse zu stören.

Odette hat darauf reagiert und die OFTP2-Spezifikationen erweitert. Im Mittelpunkt stehen aktualisierte Anforderungen an zusätzliche Cipher Suites. Denn veraltete Verfahren können zum Risiko werden. Was vor Jahren als sicher galt, hält heutigen Angriffsmethoden nicht immer stand. Deshalb müssen Standards regelmäßig nachziehen.

FIS-Wissen

Dahinter verbergen sich die technischen Verfahren, mit denen zwei Systeme eine sichere Verbindung aufbauen. Eine Cipher Suite legt unter anderem fest, wie sich Kommunikationspartner authentifizieren, wie sie Schlüssel austauschen und wie sie Daten verschlüsseln. Je stärker diese Verfahren sind, desto schwerer lassen sich Verbindungen angreifen.

Eine weitere zentrale Änderung betrifft die Mindest-Schlüssellänge von Zertifikaten zur Bestätigung der Identität eines Kommunikationspartners. Diese Schlüssellänge wurde erhöht, um mehr Sicherheit für die Authentifizierung und für die verschlüsselte Kommunikation zu schaffen.

Damit diese Neuerungen in der Praxis funktionieren, reicht eine technische Spezifikation allein nicht aus. Unterschiedliche OFTP2-Lösungen müssen reibungslos miteinander kommunizieren. Deshalb laufen aktuell Interoperabilitätstests zwischen den Softwareherstellern. Diese Tests stellen eine nahtlose und standardkonforme Kommunikation sicher.

Für FIS-Kunden bedeutet das: Die Implementierung der neuen Verschlüsselungsverfahren für FIS/xee läuft bereits auf Hochtouren. So entsprechen Ihre Datenverbindungen auch weiterhin dem höchsten Sicherheitsniveau.

So funktioniert eine erfolgreiche Daten- und Prozessintegration

Unternehmen, die ihre internen Abläufe und externen Beziehungen nahtlos miteinander verbinden, sichern sich einen entscheidenden Vorsprung. Die Fähigkeit, Informationen, Dokumente und Daten zuverlässig zu transferieren und auszutauschen, ist entscheidend für den Unternehmenserfolg – sei es innerhalb der eigenen Organisation oder im Austausch mit Partnern, Kunden und Lieferanten. 

Inhalt des Whitepapers

  • Welche Aspekte zu Beginn eines Daten- und Prozessintegrationsprojekts wichtig sind 
  • Wie Sie die verschiedenen Phasen von der Strategie bis zur praktischen Umsetzung erfolgreich durchlaufen  
  • Welche Must-haves und No-Gos für einen erfolgreichen Projektabschluss entscheidend sind 

2. Zertifikatslaufzeiten im OFTP2-Umfeld bleiben stabil

Viele Unternehmen verfolgen derzeit die Diskussion um SSL/TLS-Zertifikate. Denn das Gremium für globale Web-Standards, das CA/Browser Forum, möchte die Gültigkeitsdauer drastisch verkürzen. Für den Betrieb von Webseiten im Internet ist das nachvollziehbar. Für Point-to-Point-Verbindungen in der Industrie jedoch oft unpraktisch.

Odette hat hierzu eine klare Entwarnung für das Automotive-Umfeld gegeben: Endanwender-Zertifikate für den OFTP2-Datenaustausch dürfen weiterhin eine Gültigkeit von ein bis vier Jahren besitzen. Häufige, kurzzyklische Wechsel und der damit verbundene administrative Overhead bleiben Ihnen somit im Standard-Betrieb der Odette CA erspart.

Das liegt vor allem daran, dass OFTP2-Verbindungen hier meist keine offenen Internetbeziehungen zwischen unbekannten Teilnehmern sind. Es handelt sich um direkt gemanagte, bilaterale Verbindungen zwischen bekannten Geschäftspartnern. Beide Seiten stimmen technische Daten ab, kennen ihre Identitäten und verwalten Zertifikate, Endpunkte und Ansprechpartner. Außerdem sind diese Beziehungen durch automatische Widerrufslisten (CRLs) abgesichert.

Diese sogenannten Certificate Revocation Lists, kurz CRLs, zeigen, ob ein Zertifikat vor Ablauf seiner regulären Laufzeit gesperrt wurde. Wird ein Zertifikat kompromittiert oder nicht mehr verwendet, kann es widerrufen werden. Kommunikationspartner erkennen dann, dass sie diesem Zertifikat nicht mehr vertrauen dürfen.

3. Konfigurationsdaten-Austausch: FIS/xee-Kunden sind der Masse voraus

Wer neue EDI-Partner anbindet, kennt den Aufwand. Hostnamen, Ports, OFTP-Kennungen, Zertifikate, Kontaktinformationen und technische Parameter müssen korrekt erfasst werden. Schon ein kleiner Tippfehler kann verhindern, dass eine Verbindung zustande kommt. Dann beginnt die Fehlersuche: Liegt es am Zertifikat? Am Port? An der Kennung? An einer falschen Adresse?

Um diesen Prozess zu vereinfachen, hat Odette das Format PDX XML entwickelt. PDX steht für Partner Details Exchange. Das Format funktioniert wie ein digitales Datenblatt. Es enthält alle notwendigen Verbindungsparameter sowie Zertifikate und kann automatisiert eingelesen werden.

Noch nutzen nicht alle Marktteilnehmer Software, die PDX XML nativ erzeugen kann. Deshalb hat Odette ein kostenfreies Werkzeug veröffentlicht: den Odette PDX XML Generator. Unternehmen ohne passende Systemunterstützung können damit manuell standardkonforme XML-Dateien erstellen und ihren Geschäftspartnern bereitstellen.

Der FIS/xee-Vorteil: Während andere Marktteilnehmer nun auf Hilfswerkzeuge zurückgreifen müssen, können Sie sich entspannt zurücklehnen. FIS/xee unterstützt den automatisierten Austausch von Partner-Konfigurationsdaten per PDX XML schon seit geraumer Zeit nativ. Ihr Partner-Setup läuft somit gewohnt schlank, fehlerfrei und ohne manuelle Brückenlösungen.

Das zahlt sich besonders dort aus, wo viele Verbindungen gepflegt werden müssen. Neue Partner lassen sich schneller einrichten. Bestehende Verbindungen bleiben transparenter. Änderungen an Zertifikaten oder Parametern lassen sich strukturierter behandeln. Dadurch sinkt der Aufwand für Fachbereiche und IT.

Gerade im Automotive-Umfeld ist dieser Vorteil wichtig. Lieferketten sind international. Partner wechseln. Standorte kommen hinzu. Technische Anforderungen ändern sich. Eine Plattform, die solche Daten automatisiert verarbeiten kann, schafft hier spürbare Entlastung.

Fazit: Zukunftssicher mit FIS/xee

Die neusten Odette-Ankündigungen zeigen deutlich: Wer im Automotive-Umfeld wettbewerbsfähig bleiben will, benötigt eine Software, die kontinuierlich gepflegt und an moderne Sicherheitsstandards angepasst wird.

FIS/xee erfüllt nicht nur gesetzliche und industrielle Standards rechtzeitig. Auch werden technologische Erleichterungen wie der PDX-XML-Austausch bereits als etablierter Standard mitgebracht.

Haben Sie Fragen zur Umstellung Ihrer Zertifikate oder zu den kommenden Sicherheitsupdates? Sprechen Sie uns gerne an!

Fragen zu diesem Thema? Unser Team hilft Ihnen gerne persönlich weiter.

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