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SAP Connect 2025: Das steckt hinter den Neuerungen zu Business Suite, Business AI und Co.

Die SAP Connect 2025 bringt frischen Wind ins SAP-Portfolio: Mit SAP Business Data Cloud Connect, Joule-Assistenten und neuen Plattformfunktionen will SAP Unternehmen den Arbeitsalltag erleichtern. Wir fassen zusammen, welche Highlights das Event geprägt haben – und was sie für Unternehmen bedeuten.
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SAP Connect 2025: Das steckt hinter den Neuerungen zu Business Suite, Business AI und Co.

15. Dezember 2025 | Lesezeit: 6 Minuten

Florian Mahlmeister

Produktmanager bei FIS

Die SAP Connect 2025 bringt frischen Wind ins SAP-Portfolio: Mit SAP Business Data Cloud Connect, Joule-Assistenten und neuen Plattformfunktionen will SAP Unternehmen den Arbeitsalltag erleichtern. Wir fassen zusammen, welche Highlights das Event geprägt haben – und was sie für Unternehmen bedeuten.

Mit der SAP Connect hat der Softwarekonzern SAP eine neue Veranstaltungsreihe geschaffen. Sie soll weniger Produktshow, sondern mehr Impulsgeber für das SAP-Netzwerk sein. Dafür trafen sich im Herbst internationale Partner, Kunden und Fachleute in Las Vegas. Dort sprachen sie über neue Entwicklungen im Bereich ERP, Business AI, Integration und teilten Insights.

Auf der Event-Agenda fanden sich zahlreiche Vorträge, die den Fokus auf neue Innovationen legten. Darunter auch die Keynote von Muhammad Alam, Mitglied des SAP-Vorstands, SAP Product & Engineering.

Im Mittelpunkt der Keynotes standen die SAP Business Suite, die neuen Joule-Assistenten und die SAP Business Data Cloud – allesamt Bausteine einer Strategie, die Daten, Prozesse und Künstliche Intelligenz enger miteinander verknüpft.

Deutlich zu erkennen war vor allem eins: SAP versteht sich zunehmend als Plattform-Anbieter. Damit bewegt sich der Konzern weg vom reinen Software-Lieferanten, hin zu einem Anbieter, der Technologien, Inhalte und Partner miteinander verbindet.

Exkurs: Wenn Begriffe zu Kabeln werden

Hier ein kleiner Einschub für alle, die in der Begriffswelt von SAP leicht den Überblick verlieren:

SAP Connect (Veranstaltung), der SAP-Konnektor (technische Verbindung) und SAPconnect (Kommunikationsschnittstelle) teilen zwar den Namen, aber nicht den Zweck. Bei der SAP Connect geht es nicht um Datenleitungen – sondern um den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Strategien. 😉

Die Business Suite rückt näher zur Plattform

Einer der Schwerpunkte des Events war die künftige Rolle der SAP Business Suite. SAP will das Herzstück vieler Unternehmensprozesse zu einer offeneren Plattform weiterentwickeln. Diese soll sich stärker mit anderen Anwendungen verbinden lassen und über Systemgrenzen hinweg Mehrwert stiften.

Im Zentrum dieser Entwicklung steht die SAP Business Technology Platform (SAP BTP), die als Integrationsschicht dient. Darauf aufbauend soll die SAP Business Data Cloud den sicheren Datenaustausch zwischen Systemen, Partnern und Fachbereichen ermöglichen.

Anwender erhalten mehr Transparenz über die eigenen Datenbestände und haben weniger Aufwand bei der Implementierung neuer Lösungen. Ziel ist, dass Informationen nicht mehr kopiert oder mehrfach gespeichert werden müssen, sondern dort bleiben, wo sie entstehen.

Außerdem sind die Daten Grundlage für die Nutzung von intelligenten Auswertungen oder auch AI gestützten Forecasting Modellen. Eine Idee, die in den Vorträgen häufig als „Federated Data Access“ beschrieben wurde.

SAP Joule und SAP Business AI: KI-Assistenten im Arbeitsalltag

Ein weiteres großes Thema auf der SAP Connect war der Einsatz und Umgang mit KI in der Unternehmenspraxis. Im Fokus standen dabei Einblicke in die Weiterentwicklung von SAP Joule.

Die Stärke der neuen KI-Assistenten liegt in deren Basis. Denn jeder dieser Joule-Assistenten ist auf einen Geschäftsbereich zugeschnitten – zum Beispiel Personal, Finanzen oder Logistik – und kann mehrere Teil-Agenten koordinieren, die konkrete Aufgaben übernehmen. Damit gehen sie Anwendern in den einzelnen Bereichen durch kontextbezogene Hilfestellungen zur Hand. Durch diesen rollenbasierten Ansatz entsteht mehr Effizienz und Produktivität innerhalb der Teams.

In Demos zeigte SAP, wie der Assistent aus Bewegungsdaten Muster erkennt, Prognosen erstellt oder Vorschläge für operative Entscheidungen generiert. Interessant war weniger die Technologie selbst als der Ansatz: Joule ist kein eigenständiges Tool, sondern eine Erweiterung bestehender Anwendungen mit vielen Vorteilen. Dabei soll Joule die Arbeit der Teams unterstützen, nicht ersetzen – eine Unterscheidung, die in den Diskussionen unter den Teilnehmenden immer wieder betont wurde.

Praxis-Guide
Starke Daten – der Treibstoff für KI-Missionen

Inhalte des Praxis-Guides

  • Stammdaten-Fundament – wie Sie SAP-Stammdaten zentral, konsistent und prozesssicher pflegen. 
  • Einheitliche Datenbasis – wie Sie SAP- und Non-SAP-Daten geordnet und sinnvoll zusammenführen. 
  • KI wirksam einsetzen – wie KI-Services auf harmonisierten Daten aufsetzen und Prozesse messbar verbessern. 

Daten teilen statt verschieben: SAP Business Data Cloud Connect

Saubere Stammdaten bilden die Grundlage für den Erfolg von KI-Funktionen. Genau aus diesem Grund wurde im Rahmen des Events SAP Business Data Cloud Connect vorgestellt. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Partnern und Unternehmen zu erleichtern, die ihre Daten bisher nur über aufwendige Schnittstellen oder Exporte teilen konnten.

Statt Daten physisch zu übertragen, ermöglicht das System einen steuerbaren Zugriff auf relevante Datensätze – etwa für gemeinsame Projekte im Product Engineering, in der Supply Chain oder in der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Das Prinzip erinnert an das, was viele Abteilungen schon lange fordern: weniger Kopien, klarere Verantwortlichkeiten, bessere Nachvollziehbarkeit. Damit entsteht auch eine neue Form des Datenumgangs, die mehr Kontrolle und Vertrauen schafft. Besonders aber auch für die verlässliche Anwendung von AI Services ist diese neue Form des Datenumgangs wichtig.

Supply Chain Orchestration: Lieferketten mit KI ausbalancieren

Eines der praxisnähsten Themen der Veranstaltung war die SAP Supply Chain Orchestration. Sie verknüpft Echtzeitdaten aus verschiedenen Lager- und Transportsystemen, um Störungen in Lieferketten frühzeitig zu erkennen. Wenn ein Zulieferer ausfällt oder sich eine Lieferung verzögert, schlägt das System automatisch Alternativen vor – etwa andere Routen oder Lagerbestände, die kurzfristig umdisponiert werden können.

Die Idee ist nicht neu, aber sie wird erstmals datenübergreifend umgesetzt. Anstatt jede Prozesskette einzeln zu optimieren, soll die Orchestrierung den Gesamtzusammenhang aller betroffenen Abläufe, wie beispielsweise Lagerprozesse abbilden.

SAP spricht von einem „digitalen Nervensystem“, das Lieferketten stabiler und anpassungsfähiger gegenüber Herausforderungen macht – eine Entwicklung, die angesichts volatiler Märkte hohe Relevanz hat.

Fazit: SAP sucht Nähe zur Praxis

Die SAP Connect 2025 war kein Feuerwerk an Produktankündigungen, sondern eher ein Spiegel der aktuellen Ausrichtung des Unternehmens. SAP versucht, den Spagat zwischen strategischer Plattformtransformation und pragmatischer Anwendbarkeit zu schaffen.

Die Veranstaltung zeigte aber auch: Viele Unternehmen stehen noch am Anfang dieser Entwicklung. Fragen nach Datenhoheit, Implementierungskosten oder dem Zusammenspiel mit bestehenden Systemen bleiben weitestgehend offen. Was bleibt, ist der Eindruck, dass SAP Connect mehr Dialog als Verkaufsgespräch sein will – und genau das ist vielleicht die wichtigste Neuerung dieser Reihe.

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