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Von der Antwort zur Aktion: So bringen Sie KI in Ihre Prozesse

Chatbots beantworten Fragen, erstellen Texte oder Anleitungen. Doch sobald Aufgaben komplexer werden, stoßen sie an ihre Grenzen. Dann sind KI-Agenten am Zug: Sie handeln autonom, steuern Tools und integrieren sich in Prozesse. Erfahren Sie, wie KI-Agents Aufgaben übernehmen und Mitarbeitende entlasten – anhand konkreter Beispiele aus der Praxis.
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Von der Antwort zur Aktion: So bringen Sie KI in Ihre Prozesse

18. März 2026 | Lesezeit: 6 Minuten

André Osyguß

AI Solution Engineer bei der Medienwerft

Chatbots beantworten Fragen, erstellen Texte oder Anleitungen. Doch sobald Aufgaben komplexer werden, stoßen sie an ihre Grenzen. Dann sind KI-Agenten am Zug: Sie handeln autonom, steuern Tools und integrieren sich in Prozesse. Erfahren Sie, wie KI-Agents Aufgaben übernehmen und Mitarbeitende entlasten – anhand konkreter Beispiele aus der Praxis.

KI-Assistenten wie ChatGPT oder Microsoft Copilot haben das Thema Künstliche Intelligenz in kurzer Zeit in den Alltag vieler Menschen gebracht. Texte schreiben, Informationen zusammenfassen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen erstellen – all das funktioniert heute erstaunlich gut.

Doch im Laufe der Zeit hat sich in vielen Unternehmen gezeigt: Für viele Anwendungsfälle reicht ein klassischer KI-Chatbot nicht aus. Sobald komplexe Aufgaben, Prozesse oder mehrere Systeme ins Spiel kommen, stoßen dialogbasierte Bots an ihre Grenzen. Genau an dieser Stelle kommen KI-Agenten ins Spiel.

Warum stoßen KI-Chatbots an Grenzen?

Klassische KI-Chatbots sind in erster Linie darauf ausgelegt, auf Benutzereingaben von Nutzerinnen und Nutzern zu reagieren und Antworten in Form von Text zu liefern. Sie arbeiten stark mit Natural Language Processing und greifen auf große Sprachmodelle zurück. Für einfache Anfragen im Kundensupport, im Service oder zur Texterstellung ist das sinnvoll.

Problematisch wird es jedoch, wenn Chatbots mehr tun sollen als nur zu reagieren: Wenn sie Aufgaben ausführen, Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen oder Entscheidungen vorbereiten sollen. In solchen Fällen fehlt ihnen der Zugriff auf externe Tools, aktuelle Daten oder eine klare Struktur für Arbeitsabläufe und Workflows.

Definition: Was ist ein KI-Agent?

Ein KI-Agent (engl. AI-Agent) oder LLM-Agent ist kein einzelnes KI-Modell, sondern ein KI-System, das mehrere Komponenten kombiniert. Im Zentrum steht häufig ein Sprachmodell aus dem Bereich Artificial Intelligence, ergänzt um klar definierte Funktionen, Tools und Regeln.

Der entscheidende Unterschied: Ein Agent verarbeitet nicht nur Sprache, sondern führt Handlungen aus. Er nutzt externe AI-Tools, greift auf eine Knowledge Base zu, kommuniziert mit anderen Agents oder stößt Prozesse an. Ziel ist es, nicht nur Antworten zu liefern, sondern Ziele zu erreichen – Schritt für Schritt.

Wie KI-Agents arbeiten: Tools statt raten

KI-Agents folgen keinem starren Ablauf, sondern entscheiden situativ. Sie erhalten Zugriff auf definierte Tools, etwa APIs, Datenbanken oder interne Plattformen, und wählen selbst aus, welche davon sie benötigen. Fehlen Informationen, beschafft der Agent diese eigenständig – etwa über Echtzeit-Daten oder externe Dienste.

Im Gegensatz zu klassischen Bots arbeiten KI-Agenten also nicht isoliert, sondern sind in eine technische Umgebung eingebettet. Sie agieren als Assistent oder automatisierter Dienst innerhalb bestehender Workflows und Prozesse.

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Starke Daten – der Treibstoff für KI-Missionen

Inhalte des Praxis-Guides

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Wo können KI-Agents in der Praxis eingesetzt werden? 

Praxisbeispiel 1: Übersetzung, Kundenanfragen und Content-Automatisierung

Ein typischer Einsatzbereich für AI-Agents ist der Umgang mit Kundenanfragen. Statt dass ein Team jede Anfrage manuell prüft, übersetzt oder weiterleitet, kann ein Agent diese Tasks übernehmen. Eingehende E-Mails werden analysiert, automatisch übersetzt und strukturiert an den richtigen Ansprechpartner weitergegeben.

Auch im Online-Umfeld zeigt sich der Mehrwert: Inhalte von Webseiten, Angebote oder Service-Texte lassen sich automatisiert in andere Sprachen übertragen. Wo früher Menschen mehrere Tage benötigten, übernimmt der Agent die Aufgabe als Teil eines automatisierten Workflows.

Praxisbeispiel 2: Logistik, Planung und Entscheidungsfindung

Besonders anschaulich wird der Mehrwert von KI-Agents in der Logistik. Denn oft ist die Planung von Verpackung und Versand komplexer, als sie auf den ersten Blick wirkt: unvollständige Daten, unterschiedliche Systeme und reale Abweichungen von Standardwerten. KI-Agents können diese Komplexität abfedern, indem sie Informationen aus mehreren Quellen kombinieren und Handlungsvorschläge machen.

Ein Agent erkennt beispielsweise, dass bestimmte Produkte ineinander gestapelt werden können oder dass Zubehör platzsparend integriert werden kann. So kann er etwa bei der Planung von Verpackung oder Versand helfen, alternative Lösungen bewerten oder Entscheidungen vorbereiten. Gerade hier zeigt sich der Unterschied zu klassischen KI-Modellen: Der Agent handelt kontextbezogen und integriert verschiedene Perspektiven in seine Entscheidungsfindung.

Praxisbeispiel 3: Vertriebsunterstützung im persönlichen Kontakt

Auch im Vertrieb entfalten KI-Agenten ihr Potenzial. Vertriebsmitarbeitende stehen häufig unter Zeitdruck und müssen aus großen Produktportfolios schnell passende Lösungen finden. Ein Agent kann dabei unterstützen, indem er frühere Käufe analysiert, relevante Informationen zusammenstellt und Empfehlungen vorbereitet.

Der Mensch bleibt gemäß des Human-in-the-Loop-Ansatzes bewusst eingebunden. Der Agent liefert Vorschläge, der Mensch trifft die finale Entscheidung. So entsteht Unterstützung aber keine Automatisierung um jeden Preis.

Wo liegen die Hürden von KI-Agents?

Trotz aller Fähigkeiten haben KI-Agenten auch Grenzen. Diese liegen weniger in der Technik als in den Kosten und im Ressourcenverbrauch. Jeder Tool-Aufruf, jede Interaktion und jeder Verarbeitungsschritt erzeugt Aufwand. Vor allem wenn ein Agent viele Aktionen benötigt, um ein Ziel zu erreichen, leidet die Effizienz.

Deshalb sollte vorab ein bewusster Vergleich vorgenommen werden: Welche Aufgaben eignen sich für einen Agenten? Wo ist ein klassischer Chatbot ausreichend? Und wo bleibt der Mensch die beste Alternative?

Effizienz als Schlüssel für den erfolgreichen Einsatz

Damit KI-Agenten auch langfristig sinnvoll einsetzbar sind, rückt die Effizienz zunehmend in den Fokus. Aktuelle Ansätze aus Machine Learning und KI-Forschung zielen darauf ab, genau solche Modelle zu verkleinern und nur die benötigten Teile eines Systems zu nutzen. So lassen sich Ressourcen sparen und Kosten senken.

Gerade für Unternehmen, die KI in bestehende Software-Landschaften integrieren wollen, ist das entscheidend. KI-Agenten müssen sich wirtschaftlich tragen – sonst bleiben sie ein Experiment.

Fazit: KI-Agenten als nächste Stufe nach Chatbots

KI-Agenten sind keine Konkurrenz zu Chatbots, sondern ihre konsequente Weiterentwicklung. Sie übernehmen Aufgaben, steuern Tools, unterstützen Menschen und integrieren sich in reale Prozesse. Richtig eingesetzt, helfen sie dabei, komplexe Aufgaben zu bewältigen, ohne den Menschen aus dem Prozess zu drängen.

Entscheidend ist ein realistischer Blick: Nicht jeder Anwendungsfall braucht einen Agenten. Doch dort, wo Prozesse, Systeme und Entscheidungen zusammenkommen, können AI-Agents echten Mehrwert schaffen.

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