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SAP S/4HANA

SAP S/4HANA einfach erklärt

SAP S/4HANA ist eine Enterprise-Resource-Planning-Lösung von SAP auf Basis der SAP-HANA-Datenbank. Unternehmen können damit zentrale Geschäftsprozesse in einem gemeinsamen System steuern und vernetzen. Die In-Memory-Technologie von SAP HANA ermöglicht es, operative Transaktionen und Analysen auf einer gemeinsamen Datenbasis nahezu in Echtzeit zu verarbeiten.

Stefanie Weber

Produktmanagerin bei FIS

Was genau ist SAP S/4HANA?

SAP S/4HANA ist die aktuelle ERP-Generation von SAP. Die Lösung integriert zentrale Unternehmensprozesse auf einer gemeinsamen Plattform und unterstützt Unternehmen dabei, Abläufe effizienter zu gestalten und weiterzuentwickeln.

SAP S/4HANA ist die seit 2015 verfügbare ERP-Suite von SAP und die Nachfolgegeneration von SAP ERP ECC. Die Software wurde speziell für die SAP-HANA-Datenbank entwickelt und vereint zentrale Geschäftsprozesse auf einer gemeinsamen Plattform. Unternehmen können damit Bereiche wie Finanzwesen, Controlling, Einkauf, Vertrieb, Produktion, Lagerlogistik und Supply Chain Management in einem integrierten System steuern.

Im Vergleich zu früheren ERP-Generationen ermöglicht die zugrunde liegende In-Memory-Technologie eine deutlich schnellere Verarbeitung großer Datenmengen. Dadurch können Unternehmen operative Prozesse und Analysen auf einer gemeinsamen Datenbasis nahezu in Echtzeit ausführen.

Ein weiteres Merkmal von SAP S/4HANA ist die moderne Benutzeroberfläche SAP Fiori. SAP Fiori stellt rollenbasierte Anwendungen bereit, die als moderne Alternative zur klassischen SAP GUI dienen und auf Desktop, Tablet und Smartphone genutzt werden können. Dadurch erhalten Anwender schnellen Zugriff auf die für ihre Aufgaben relevanten Informationen und Prozesse.

SAP S/4HANA kann je nach Unternehmensanforderung als On-Premises-Lösung oder in verschiedenen Cloud-Betriebsmodellen eingesetzt werden.

Der digitale Kern und die Lines of Business in SAP S/4HANA

Was ist der digitale Kern von SAP S/4HANA?

Der digitale Kern (Digital Core) bildet das Herzstück von SAP S/4HANA. Hier werden zentrale Unternehmensdaten und Geschäftsprozesse auf einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt.

Durch die In-Memory-Technologie von SAP HANA stehen Informationen aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen in Echtzeit für Prozesse, Analysen und Entscheidungen zur Verfügung. Der Digital Core schafft damit eine konsistente Datenbasis und ermöglicht eine bereichsübergreifende Steuerung zentraler Geschäftsprozesse.

Gleichzeitig folgt SAP S/4HANA dem Clean-Core-Prinzip. Zentrale Geschäftsprozesse verbleiben im ERP-Kern, während Erweiterungen über freigegebene Erweiterungsmechanismen, spezialisierte Anwendungen oder integrierte Cloud-Lösungen umgesetzt werden können. Dadurch lassen sich neue Funktionen und Anwendungen integrieren, ohne den Kern der ERP-Landschaft unnötig komplex zu machen.

Der digitale Kern und die Lines of Business in SAP S/4HANA

Was sind die Lines of Business?

Die Lines of Business (LoBs) bündeln die Funktionen und Prozesse für unterschiedliche Fachbereiche innerhalb von SAP S/4HANA. Zu den Lines of Business zählen beispielsweise Finance, Manufacturing, Asset Management oder Research & Development (R&D) / Engineering.

Während der Digital Core die zentrale Daten- und Prozessbasis bereitstellt, unterstützen die Lines of Business die spezifischen Anforderungen der einzelnen Fachbereiche. Da alle Bereiche auf derselben Datenbasis arbeiten, lassen sich durchgängige End-to-End-Prozesse über Abteilungsgrenzen hinweg realisieren.

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Warum beschäftigen sich Unternehmen aktuell mit SAP S/4HANA?

SAP S/4HANA ist die strategische Nachfolgeplattform für SAP ERP ECC. Mit dem Ende der regulären Wartung von SAP ERP ECC (SAP ERP 6.0) Ende 2027 sollten Unternehmen frühzeitig ihre zukünftige ERP-Strategie und den Weg nach SAP S/4HANA planen.

Für viele Unternehmen ist SAP S/4HANA heute ein zentrales Thema ihrer ERP-Strategie. Hintergrund ist vor allem das bevorstehende Wartungsende von SAP ERP ECC, das in vielen Unternehmen noch die Grundlage zentraler Geschäftsprozesse bildet.

Die reguläre Wartung (Mainstream Maintenance) für SAP ERP ECC (SAP ERP 6.0) endet Ende 2027. Unternehmen können die Extended Maintenance bis Ende 2030 nutzen, müssen dafür jedoch zusätzliche Kosten einplanen. Gleichzeitig sollten notwendige Transformationsprojekte frühzeitig vorbereitet werden, da die Einführung von SAP S/4HANA je nach Unternehmensgröße mehrere Monate oder sogar Jahre in Anspruch nehmen kann.

Viele Unternehmen nutzen die Umstellung nicht nur als technisches Migrationsprojekt, sondern auch als Gelegenheit, Geschäftsprozesse zu standardisieren, Systemlandschaften zu konsolidieren und ihre zukünftige ERP-Strategie neu auszurichten.

Je nach Branche stehen dabei unterschiedliche Ziele im Vordergrund: Während Handelsunternehmen häufig Transparenz und Standardisierung über komplexe Unternehmensstrukturen hinweg anstreben, liegt der Fokus in der Fertigungsindustrie oft auf der Integration von Produktions- und Supply-Chain-Prozessen.

Was ist der Unterschied von SAP ECC zu SAP S/4HANA On-Premises?

SAP S/4HANA On-Premises bietet gegenüber SAP ERP ECC ein vereinfachtes Datenmodell, Echtzeit-Analysen und moderne Benutzeroberflächen mit SAP Fiori. Dadurch können Unternehmen Prozesse effizienter gestalten und neue Innovationen schneller nutzen.

SAP S/4HANA On-Premises unterscheidet sich von SAP ERP ECC vor allem durch ein vereinfachtes Datenmodell, moderne Benutzeroberflächen mit SAP Fiori sowie erweiterte Möglichkeiten für Echtzeit-Analysen und die Integration neuer Technologien.

Während viele Unternehmen SAP ECC über Jahre hinweg individuell angepasst haben, verfolgt SAP S/4HANA einen stärker standardisierten und zukunftsorientierten Ansatz. Dadurch können Geschäftsprozesse effizienter gestaltet und Innovationen schneller genutzt werden.

Vorteile von SAP S/4HANA im Vergleich zu SAP ECC

Zukunftsfähige ERP-Plattform

SAP S/4HANA bildet die technologische Grundlage für die Weiterentwicklung von Geschäftsprozessen und die Integration neuer SAP-Innovationen.

Verbesserte Transparenz

Echtzeitdaten und integrierte Analysen schaffen eine fundierte Grundlage für operative und strategische Entscheidungen.

Vereinfachte Systemlandschaft

Das reduzierte Datenmodell von SAP S/4HANA kann den Aufwand für Datenhaltung, Administration und Systempflege verringern.

Offene Integrationsarchitektur

SAP S/4HANA wurde für die Anbindung weiterer SAP-Lösungen sowie externer Systeme entwickelt. Dadurch können Unternehmen ihre Systemlandschaft flexibel erweitern und neue Technologien einfacher integrieren.

Bessere Nutzerfreundlichkeit

Mit SAP Fiori stehen moderne, rollenbasierte Benutzeroberflächen für Desktop, Tablet und Smartphone zur Verfügung. Dies erleichtert den Zugriff auf relevante Informationen und unterstützt eine effizientere Bearbeitung von Aufgaben.

Integrierte Analysen

SAP S/4HANA ermöglicht Analysen direkt auf aktuellen Prozessdaten. Dadurch stehen Informationen ohne zeitliche Verzögerung für Auswertungen und Entscheidungen zur Verfügung.

Wie finde ich die passende Roadmap für eine SAP S/4HANA Transformation?

Greenfield, Brownfield oder Selective Data Transition?

Für viele SAP-Anwenderunternehmen gehört die Transformation nach SAP S/4HANA inzwischen zu den wichtigsten strategischen IT-Projekten. Hintergrund ist das bevorstehende Ende der regulären Wartung (Mainstream Maintenance) für SAP ERP ECC Ende 2027. Unternehmen, die ihre ERP-Landschaft langfristig zukunftssicher aufstellen möchten, sollten sich daher frühzeitig mit ihrer Transformationsstrategie beschäftigen.

Die Einführung von SAP S/4HANA ist weit mehr als ein technisches Upgrade. Bereits in der Vorbereitungsphase sollten Unternehmen wichtige Entscheidungen zu Prozessen, Systemlandschaft, Datenübernahme und Betriebsmodell treffen. Eine der zentralen Weichenstellungen ist dabei die Wahl des geeigneten Transformationsansatzes.

Greenfield

Neuimplementierung

SAP S/4HANA wird auf einer neuen Systembasis eingeführt. Bestehende Prozesse werden überprüft und bei Bedarf neu gestaltet.

Brownfield

System Conversion

Das bestehende SAP-ERP-System wird technisch nach SAP S/4HANA konvertiert. Prozesse und individuelle Anpassungen können dabei weitgehend übernommen werden.

Selective Data Transition

Kombinierter Ansatz

Ein kombinierter Ansatz, bei dem ausgewählte Prozesse, Organisationsstrukturen und Daten aus bestehenden Systemen übernommen werden, während andere Bereiche neu gestaltet werden.

Vorteile des Greenfield-Ansatzes

  • Neugestaltung von Prozessen und Systemen
  • Nutzung aktueller SAP-Innovationen
  • Re-Standardisierung der Geschäftsprozesse
  • Optimierung und Konsolidierung der Systemlandschaft

Vorteile des Brownfield-Ansatzes

  • Geringerer und besser planbarer Aufwand (Betreuung, Schulung, Projektlaufzeit)
  • Modernisierung der bestehenden ERP-Landschaft bei begrenztem organisatorischem Veränderungsaufwand
  • Bestehende Prozesse und Systemstrukturen können weitgehend erhalten bleiben
  • Vorhandenes Fach- und Anwender-Knowhow bleibt bestehen
  • Individuelle Anpassungen und kundenspezifische Prozesse können weitgehend übernommen werden

Vorteile des Selective Data Transition

  • Kombination aus Neuimplementierung und Systemübernahme
  • Konsolidierung mehrerer Systeme in einer Zielumgebung
  • Selektive Übernahme relevanter Stamm- und Bewegungsdaten
  • Schrittweise Modernisierung von Prozessen und Organisationsstrukturen
Vergleich der SAP S/4HANA Migrationsansätze: Greenfield (Neuimplementierung), Brownfield (System Conversion) und Selective Data Transition (hybrides Szenario) für Cloud ERP und On-Premises
Drei Roadmaps für eine SAP S/4HANA Transition

Es gibt keinen allgemein besten Transformationsansatz für SAP S/4HANA. Welche Roadmap geeignet ist, hängt von der bestehenden Systemlandschaft, den Geschäftsprozessen, den organisatorischen Anforderungen und den strategischen Zielen des Unternehmens ab.

Während SAP-Tools eine erste Orientierung bieten können, erfordert die Auswahl des geeigneten Ansatzes in der Regel eine detaillierte Analyse der Ausgangssituation.

Nach der Wahl des Transformationsansatzes sollten Unternehmen auch das zukünftige Betriebs- und Lizenzmodell ihrer ERP-Landschaft festlegen. Dabei stellt sich unter anderem die Frage, ob SAP S/4HANA On-Premises oder in der Cloud betrieben werden soll.

Die verschiedenen Cloud-Betriebsmodelle sowie Angebote wie RISE with SAP spielen dabei eine wichtige Rolle.

Was ist der Unterschied von SAP S/4HANA On-Premises und SAP S/4HANA Cloud?

SAP S/4HANA kann sowohl On-Premises als auch in verschiedenen Cloud-Betriebsmodellen genutzt werden. Cloud-Modelle reduzieren den technischen Betriebsaufwand, während On-Premises-Lösungen mehr Kontrolle und Flexibilität bieten.

SAP S/4HANA kann On-Premises, beispielsweise im eigenen Rechenzentrum oder über einen Hosting-Partner, sowie in verschiedenen Cloud-Betriebsmodellen genutzt werden. Cloud-Modelle können den technischen Betriebsaufwand reduzieren und einen schnelleren Zugang zu Innovationen und neuen Funktionen ermöglichen.

Der grundlegende Unterschied zwischen SAP S/4HANA On-Premises und SAP S/4HANA Cloud liegt vor allem im Betriebsmodell, im Umgang mit Updates sowie im Grad der Standardisierung.

Kriterium

SAP S/4HANA On-Premises

SAP Cloud ERP (SAP S/4HANA Cloud Private Edition & SAP S/4HANA Cloud Public Edition)

Betriebs- & Hosting-Modell

Betrieb im eigenen Rechenzentrum (On-Premises) oder über dedizierte Hosting-Partner.

Betrieb als Cloud-Service; je nach Edition und Betriebsmodell über SAP bzw. unterstützte Infrastrukturvarianten.

Prozesse & Standardisierung

Hohe Flexibilität für individuelle Prozesse und kundenspezifische Erweiterungen.

Fokus auf standardisierte SAP Best Practices für schnelle, effiziente Abläufe (insbesondere in der Public-Variante).

Updates & Innovationen

Updates werden vom Unternehmen selbst geplant und durchgeführt; oft in mehrjährigen Zyklen.

Automatische, kontinuierliche Updates werden direkt durch SAP breitgestellt, die Release-Zyklen unterscheiden sich je nach Cloud-Edition. Neue Funktionen und Innovationen wie z.B. KI-Features wie SAP Joule werden in der Regel früher bereitgestellt als in On-Premises-Umgebungen.

Finanzmodell (TCO)

Investitionsausgaben (CapEx) für dauerhafte Softwarelizenzen und eigene Hardware-Infrastruktur.

Betriebsausgaben (OpEx) über ein flexibles, nutzungsbasiertes Abonnement-Modell (Subscription).

Eigener IT-Betriebsaufwand

Höherer interner Aufwand für Betrieb, Wartung und Administration.

Ein Teil der technischen Betriebsverantwortung wird von SAP und den beteiligten Partnern übernommen.

Zukunftssicherheit & KI

Neue Funktionen werden über geplante Release- und Upgrade-Zyklen bereitgestellt.

Neue Funktionen und Innovationen stehen über regelmäßige Updates schneller zur Verfügung.

Der Betrieb des ERP-Systems in der Cloud bietet einige Vorteile

Welche Cloud-Betriebsmodelle stehen zur Verfügung?

Unternehmen können zwischen der SAP S/4HANA Cloud, Private Edition (SAP Cloud ERP Private) und der SAP S/4HANA Cloud, Public Edition (SAP Cloud ERP) wählen. Beide Betriebsmodelle werden als Cloud-Service bereitgestellt, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Standardisierung, Individualisierungsmöglichkeiten und Einführungsansatz.

Die SAP S/4HANA Cloud, Private Edition eignet sich insbesondere für Unternehmen mit komplexen Geschäftsprozessen, bestehenden Erweiterungen oder höheren Anforderungen an Individualisierung. Sie bietet einen Funktionsumfang, der weitgehend mit SAP S/4HANA On-Premises vergleichbar ist und verbindet die Vorteile eines Cloud-Betriebs mit umfangreichen Erweiterungs- und Anpassungsmöglichkeiten.

Die SAP S/4HANA Cloud, Public Edition basiert auf standardisierten SAP Best Practices und ermöglicht eine vergleichsweise schnelle Einführung. Sie wird typischerweise im Rahmen einer Neuimplementierung (Greenfield) eingeführt und unterstützt Unternehmen dabei, Prozesse stärker zu standardisieren. Individuelle Anforderungen werden dabei nicht über klassische Modifikationen im ERP-Kern umgesetzt, sondern über freigegebene Erweiterungsmechanismen, In-App-Erweiterungen sowie Side-by-Side-Erweiterungen auf Basis der SAP Business Technology Platform (SAP BTP), einem Bestandteil der SAP Business AI Platform.

Welche Cloud-Variante geeignet ist, hängt von den individuellen Anforderungen an Prozesse, Standardisierung, Erweiterbarkeit und Transformationsstrategie ab.

Warum ist der Einsatz von SAP Fiori empfehlenswert?

SAP Fiori ist die moderne Benutzeroberfläche von SAP S/4HANA. Durch rollenbasierte Anwendungen erhalten Anwender schnellen Zugriff auf die für sie relevanten Informationen und Prozesse – unabhängig davon, ob sie am Desktop, Tablet oder Smartphone arbeiten.

SAP Fiori ist die moderne Benutzeroberfläche von SAP S/4HANA und wurde entwickelt, um Geschäftsprozesse einfacher, intuitiver und effizienter nutzbar zu machen. Im Gegensatz zur klassischen SAP GUI erhalten Anwender rollenbasierte Anwendungen, die genau die Informationen und Funktionen bereitstellen, die sie für ihre tägliche Arbeit benötigen.

Die Benutzeroberfläche kann sowohl über Desktop als auch mobile Endgeräte genutzt werden und unterstützt Unternehmen dabei, Prozesse flexibler und benutzerfreundlicher zu gestalten. Dadurch lassen sich Aufgaben schneller bearbeiten und Schulungsaufwände reduzieren.

Technisch basiert SAP Fiori auf modernen Webtechnologien und ist direkt mit SAP S/4HANA verbunden. Daten und Prozesse stehen dadurch in Echtzeit zur Verfügung.

Vorteile der Fiori-Apps

  • Rollenbasierte Benutzeroberflächen für einen schnellen Zugriff auf relevante Informationen
  • Moderne und intuitiv bedienbare Anwendungen
  • Nutzung auf Desktop, Tablet und Smartphone
  • Schnellere Bearbeitung operativer Aufgaben
  • Individuelle Anpassung von Layouts, Feldern und Funktionen
  • Geringerer Schulungsaufwand durch einheitliche Bedienkonzepte
  • Bessere Transparenz durch kontextbezogene Informationen und Kennzahlen
  • Erweiterbarkeit über freigegebene Anpassungs- und Erweiterungsmechanismen
  • Schnellere Bereitstellung neuer Anwendungen und Benutzeroberflächen

Fazit

Die Einführung von SAP S/4HANA ist weit mehr als ein technisches Upgrade. Unternehmen haben die Möglichkeit, Prozesse zu modernisieren, Systemlandschaften zu konsolidieren und ihre zukünftige ERP-Landschaft neu auszurichten.

Dabei gilt es, sowohl die passende Transformationsstrategie als auch das geeignete Betriebsmodell zu wählen. Ob Greenfield, Brownfield oder Selective Data Transition, On-Premises oder Cloud – die richtige Entscheidung hängt von den individuellen Anforderungen, Rahmenbedingungen und strategischen Zielen des Unternehmens ab.

Eine strukturierte Planung schafft die Grundlage für eine erfolgreiche Transformation und die langfristige Nutzung zukünftiger SAP-Innovationen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Für die Einführung von SAP S/4HANA stehen drei grundlegende Transformationsansätze zur Verfügung: Greenfield, Brownfield und Selective Data Transition. Welcher Ansatz geeignet ist, hängt von der bestehenden Systemlandschaft, den Geschäftsprozessen und den strategischen Zielen des Unternehmens ab. Eine Analyse der Ausgangssituation bildet die Grundlage für die Auswahl der passenden Roadmap.

Ein wesentlicher Treiber ist das bevorstehende Ende der regulären Wartung von SAP ERP ECC Ende 2027. Darüber hinaus bietet SAP S/4HANA Vorteile wie Echtzeit-Analysen, ein vereinfachtes Datenmodell, moderne Benutzeroberflächen mit SAP Fiori sowie die Integration neuer Technologien und Cloud-Services.

Die Kosten für SAP S/4HANA On-Premises hängen von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Anzahl der Nutzer, der Funktionsumfang, die bestehende Systemlandschaft sowie die gewählte Betriebs- und Lizenzstrategie. Eine pauschale Preisangabe ist daher nicht möglich. Neben den Lizenzkosten sollten Unternehmen auch Aufwände für Implementierung, Betrieb, Wartung und Weiterentwicklung berücksichtigen.

SAP HANA und SAP S/4HANA erfüllen unterschiedliche Aufgaben innerhalb der SAP-Systemlandschaft. SAP HANA ist die In-Memory-Datenbanktechnologie von SAP und dient der Speicherung sowie Verarbeitung großer Datenmengen. SAP S/4HANA ist die ERP-Suite von SAP, mit der Unternehmen Geschäftsprozesse in Bereichen wie Finanzen, Einkauf, Vertrieb, Produktion oder Logistik steuern.

Vereinfacht gesagt: SAP HANA ist die Datenbank, SAP S/4HANA die Unternehmenssoftware, die auf dieser Datenbank betrieben wird.

Kriterium

SAP HANA

SAP S/4HANA

Kategorie

Technische Basis für die Speicherung und hochperformante Verarbeitung großer Datenmengen im Arbeitsspeicher (RAM)

ERP-Anwendung zur Steuerung, Integration und Automatisierung zentraler Geschäftsprozesse

Architekturebene

Datenbankebene (Fundament)

Applikationsebene (Anwendungsschicht)

Benutzeroberfläche

Technische Administrations- und Entwicklungswerkzeuge (z. B. SAP HANA Cockpit oder SAP HANA Database Explorer)

Modernes, rollenbasiertes Web-Interface (SAP Fiori) für die Endanwender in den Fachbereichen

Hauptvorteil

Verarbeitung von Transaktionen (OLTP) und Analysen (OLAP) in Echtzeit direkt im Hauptspeicher

Integrierte Steuerung von Geschäftsprozessen auf Basis einer einheitlichen Daten- und Prozessplattform

Zielgruppe

IT-Architekten, Datenbankadministratoren (DBAs) und Softwareentwickler

Fachbereichsleiter, Prozessverantwortliche und Endanwender im operativen Geschäft

Die reguläre Wartung (Mainstream Maintenance) für SAP ERP ECC endet am 31.12.2027. Unternehmen können die Extended Maintenance bis Ende 2030 nutzen, müssen dafür jedoch zusätzliche Kosten einplanen.

Nein. SAP S/4HANA ist sowohl als On-Premises-Lösung als auch in verschiedenen Cloud-Betriebsmodellen verfügbar. Unternehmen können zwischen SAP S/4HANA On-Premises, SAP Cloud ERP Private (SAP S/4HANA Cloud, Private Edition) und SAP Cloud ERP (SAP S/4HANA Cloud, Public Edition) wählen.

Beim Greenfield-Ansatz wird SAP S/4HANA auf einer neuen Systembasis eingeführt. Unternehmen nutzen die Transformation häufig, um Prozesse zu standardisieren, Organisationsstrukturen zu überprüfen und die Systemlandschaft neu auszurichten.

Brownfield bezeichnet die technische Konvertierung eines bestehenden SAP-ERP-Systems nach
SAP S/4HANA. Bestehende Prozesse, Daten und individuelle Anpassungen können dabei weitgehend übernommen werden.

Die Dauer einer SAP S/4HANA-Transformation hängt von Faktoren wie Unternehmensgröße, Prozesslandschaft, Systemkomplexität, Datenvolumen und gewähltem Migrationsansatz ab. Projekte können je nach Ausgangssituation Monate bis hin zu mehreren Jahren in Anspruch nehmen.

SAP S/4HANA wird von Unternehmen unterschiedlichster Größen und Branchen eingesetzt – vom Mittelstand bis zum internationalen Konzern. Besonders relevant ist die Lösung für Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren und ihre bestehende SAP-ERP-Landschaft zukunftssicher aufstellen möchten.

Ja. SAP S/4HANA bietet verschiedene Möglichkeiten zur Erweiterung und Integration zusätzlicher Funktionen. Je nach Betriebsmodell können Unternehmen Erweiterungen direkt im System oder über Plattformen wie die SAP Business Technology Platform (SAP BTP), einem Bestandteil der SAP Business AI Platform, umsetzen.

Künstliche Intelligenz wird in SAP-Lösungen zunehmend eingesetzt, um Prozesse zu automatisieren, Anwender zu unterstützen und datenbasierte Entscheidungen zu verbessern. Im Umfeld von SAP S/4HANA kommen KI-Funktionen beispielsweise bei Prognosen, Automatisierungen, Empfehlungen oder der Verarbeitung großer Datenmengen zum Einsatz.

SAP S/4HANA Cloud ist die Cloud-basierte Variante von SAP S/4HANA. Unternehmen können zwischen der SAP S/4HANA Cloud Private Edition und der SAP S/4HANA Cloud Public Edition wählen. Je nach Betriebsmodell unterscheiden sich Standardisierungsgrad, Erweiterungsmöglichkeiten und Betriebsverantwortung.

SAP verwendet den Begriff SAP Cloud ERP als Bezeichnung für seine Cloud-basierten ERP-Angebote. Dazu gehören insbesondere die SAP S/4HANA Cloud Private Edition und die SAP S/4HANA Cloud Public Edition. Die Begriffe werden daher häufig im gleichen Kontext verwendet, beschreiben jedoch unterschiedliche Ebenen der SAP-Produktwelt.

RISE with SAP ist ein Angebot von SAP, das Software, Cloud-Infrastruktur und Transformationsservices in einem Gesamtpaket bündelt. Ziel ist es, Unternehmen bei der Transformation ihrer bestehenden ERP-Landschaft in Richtung SAP S/4HANA Cloud zu unterstützen.

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