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Die Blockchain-Revolution

Die Blockchain gehört laut einer aktuellen Bitkom-Trendumfrage zu den wichtigsten Markttrends und Technologien für die deutsche Digitalbranche. Bereits 26 %, also jedes vierte IT- und Telekommunikations-Unternehmen, sieht die Technologie als maßgebliches Trendthema für das Jahr 2018 (2017 gaben dies lediglich 11 % der Befragten an). Daher stellt sich vielen Unternehmern aktuell die Frage: Was ist Blockchain und wie kann ich diese neuartige Technologie für mein Unternehmen nutzen, um in Zeiten der Digitalen Transformation wettbewerbsfähig zu bleiben?

 

Die Blockchain – was ist das?

Überall kann man darüber lesen, jeder spricht davon, doch welche Funktionalitäten und Besonderheiten besitzt die Blockchain tatsächlich? Wir möchten mit diesem Beitrag etwas Licht in die Welt der Blockchain bringen.

Wenn man in die große Runde fragt, was eine Blockchain ist, so wird man oft die Worte Kryptowährung und Bitcoin, begleitet von einem gewinnenden Lächeln hören, oder aber einfach nur in fragende Gesichter sehen, die eine Antwort auf diese weltbewegende Frage erwarten. Einige aus dieser Runde sind durch die Technologie vielleicht reich geworden, andere - vermutlich der größte Teil -  haben noch keine Vorstellung von den Möglichkeiten, die sie Nutzern und Unternehmen bieten könnte. Jeder hat das berühmte Wort Blockchain inzwischen irgendwo aufgeschnappt und in den Suchmaschinen der Welt steigen die Suchanfragen danach monatlich - aber eine einfache Erklärung dafür zu liefern ist nicht leicht.

Wir wollen zunächst versuchen eine eigene bildliche und leicht verständliche Erklärung für das Phänomen Blockchain zu liefern. Am besten fängt man damit an, den Begriff an sich in seine Worte zu zerlegen und sie anschließend einzeln zu interpretieren. Block-Kette - das ist die simpelste deutsche Übersetzung dieser Wortkombination. Einen Block kann man sich u.a. als eine Verdichtung von bestimmten Dingen vorstellen. Denkt man an einen Betonklotz im Blockformat, wird dieser vor allem mit den Werten unzerstörbar und seiner typischen Erscheinung (grau und rechteckig) in Verbindung gebracht werden. Eine Kette dagegen entsteht erst durch die Verbindung beliebiger einzelner Elemente zu einem großen Ganzen, kann nach Belieben erweitert werden und dient nicht selten der Sicherheit, wie etwa ein Fahrradschloss.

 

Wie verknüpft man das nun mit der Technologie?

 

Stellt man sich eine Blockchain nach diesen Beschreibungen vor, so könnten Daten, die zu verdichtenden Dinge sein, die in Blöcken gespeichert und über eine Kette untrennbar miteinander verbunden werden sollen. Die zu speichernden Informationen bzw. Transaktionen werden Schicht für Schicht zum Block zusammengebaut. Jeder Block mit seinen vielen Transaktionen steht für sich, wird in die Kette integriert und bekommt sein eigenes Prüfsiegel, den sog. Hash-Wert "eingraviert". Jeder neu generierte Block enthält den Hash-Wert des vorhergehenden Blocks und außerdem einen eigenen, neuen Hash-Wert, der wiederum Bestandteil des darauffolgenden Blocks wird. Mit jedem neuen Block wird somit die bestehende Blockchain überprüft und damit fälschungssicher. Diese Kette wird auf vielen Rechnern in Kopie verteilt und über ein weltweites Netzwerk ständig synchron gehalten, wodurch Manipulationen an einer Stelle durch den geänderten Hashwert am manipulierten Block und die weltweit verteilten Referenzkopien im Netzwerk sofort auffallen würden.

 

Wie funktioniert Blockchain?

Die Blockchain-Technologie sorgt für sichere Transaktionen, und das ohne zentrale Vertrauensinstanz als Intermediär. Das wohl bekannteste Einsatzbeispiel ist die Verwendung von Blockchains für Kryptowährungen wie beispielswiese Bitcoin: die virtuelle Währung kann sicher und digital zwischen Personen/Organisationen getauscht werden. Wie funktioniert diese sichere Datenübermittlung? Die Blockchain ist eine neue Art und Weise der Datenspeicherung und basiert auf verteilt dezentralisierten Netzwerken. Durch diese dezentral verteilten Informationen können nun alle Beteiligten am Netzwerk direkt und in Echtzeit miteinander in Kontakt treten und Transaktionen ausführen, vollständig anonym, ohne den anderen zu kennen. Dabei werden Status und Historie sämtlicher Transaktionen kontinuierlich festgehalten und stehen allen Beteiligten jederzeit zur Verfügung.

 

 

Wie sicher ist Blockchain?

Der große Vorteil dieser dezentralen Netzwerke liegt in der Verteilung der Daten auf verschiedene Datenbanken. Fällt ein Server nun aus, so sind die Informationen immer noch auf allen weiteren Servern vorhanden. Darüber hinaus gewährleistet diese dezentrale Datenverteilung einen besseren Schutz gegen externe Angreifer wie Hacker. Auf den verteilten Datenbanken werden identische Kopien der jeweiligen Daten gespeichert. Somit können die Informationen nicht einfach auf einem Server manipuliert oder verändert werden. Nur wenn alle Transaktionshistorien der betreffenden Daten miteinander übereinstimmen kann beispielsweise ein Überweisungsvorgang durchgeführt werden.

René Schellenberg

René Schellenberg arbeitet im Digitalen Marketing bei FIS und kümmert sich unter anderem um die Themen Suchmaschinenoptimierung, Google Adwords und um die Weiterentwicklung der FIS-Website. „Ich beschäftige mich gerne mit allen Facetten rund um die Digitalisierung. Die vielschichtige Arbeit im Digitalen Marketing mit steten Neuerungen und Trends bereitet mir im Beruf viel Abwechslung und erfordert einen ständigen Know-How-Aufbau. Dieses Wissen teile ich über den FIS Blog mit unseren Lesern."

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