zurück
Personal

Human Experience Management (HXM) stellt den Menschen in den Mittelpunkt

,Lesezeit ca. 6 Minuten

Mitarbeiter sind das Herz eines jeden Unternehmens und sollten daher nicht als austauschbares Kapital oder Kostenfaktor betrachtet werden. Erfolgreiche Arbeitgeber rücken die Menschen und ihre Wünsche, Bedürfnisse und Erfahrung in den Mittelpunkt und erhöhen so die Loyalität ihrer Beschäftigten. Human Experience Management revolutioniert die Personalarbeit.

Mitarbeiter, die emotional in das Unternehmen eingebunden sind, sind leistungsfähiger, bleiben länger im Unternehmen und tragen zu einem positiven Arbeitgeberimage bei.

 

Wie wichtig zufriedene und loyale Mitarbeiter für den Geschäftserfolg sind, macht der aktuelle Engagement Index 2020 von Gallup deutlich: Eine hohe Loyalität der Beschäftigten reduziert die Kündigungswahrscheinlichkeit und senkt die Fehltage. Loyale Mitarbeiter empfehlen ihre Firma als hervorragenden Arbeitsplatz. Unternehmen, die das Mitarbeiterengagement fördern, sind laut Gallup produktiver und erzielen auch höhere Umsätze als der Durchschnitt der anderen Firmen.

 

Diese Studienergebnisse sprechen für sich. Deshalb sehen immer mehr Arbeitgeber die positive Gestaltung der Mitarbeitererfahrungen (Employee Experience) als wegweisende Aufgabe für ihr Personalwesen an. Human Experience Management (HXM) gilt zunehmend als erfolgsentscheidend.

Was bedeutet HXM?

Human Experience Management (HXM) fokussiert sich auf die Menschen in den Unternehmen. Mit HXM werden die Interessen aller Stakeholder, etwa Mitarbeiter und Bewerber, in das strategische Business Management miteinbezogen. Es stellt ein dringend benötigtes Update des traditionellen Human Capital Management (HCM) dar. Denn HCM entwickelt zwar das interne Humankapital zielgerichtet weiter, lässt dabei aber oft die Bedürfnisse und Motivationen der Beschäftigten außen vor.

 

HXM hat viele Ähnlichkeiten mit Customer Experience Management (CXM), dass die Schaffung positiver Beziehungen zum Aufbau einer emotionalen Bindung zwischen den Kunden und dem Unternehmen zum Ziel hat. Mit verschiedenen Maßnahmen sollen zufriedene Kunden zu loyalen Kunden und zu begeisterten Markenbotschaftern umgewandelt werden.

 

Analog dazu ist es das Ziel von HXM, die Mitarbeitererfahrungen positiv zu beeinflussen, um die Loyalität der Beschäftigten zu steigern und zufriedene Mitarbeiter zu begeisterten Botschaftern für die Arbeitgebermarke zu entwickeln.

Wo HXM besonders positive Einflüsse auf die Employee Experience hat

Beim Human Experience Management geht es unter anderem darum, die Softwarelösungen für das Personalwesen nutzerfreundlicher zu gestalten. Beim Einsatz einer HR-Lösung – wie SAP HCM oder SAP SuccessFactors – bedeutet das, besonders auf die Bedürfnisse der Endanwender zu achten: Bewerber, Mitarbeiter, Führungskräfte, Recruiter und Personalbetreuer werden mit ihren individuellen Fragestellungen und Belangen in den Mittelpunkt gestellt.

 

Auf Künstlicher Intelligenz basierende Software soll sie zum Beispiel dabei unterstützen, Dinge schneller zu erledigen und leichter an die benötigten Informationen zu kommen – von Fragen zum Bewerbungsverfahren bis hin zu den Unterlagen für den bevorstehenden Renteneintritt.

Wie kann HR-Software das Human Experience Management unterstützen?

Warum lohnt sich der Einsatz von Software im Bereich Human Experience Management? Diese Frage ist einfach beantwortet: Viele Berührungspunkte der Mitarbeiter mit dem Unternehmen beziehungsweise mit ihrer Personalabteilung sind heute digital. Typische HR-Prozesse – wie der Urlaubsantrag, aber auch das Talent Management oder das E-Recruiting – funktionieren softwaregestützt.

 

Es ist somit an der Zeit, das moderne Human Capital Management (HCM) so zu erweitern, dass eine innovative, umfassende und überzeugende Employee Experience geschaffen werden kann.

 

Wird es den Anwendern – dem Mitarbeiter, der seinen Urlaub beantragen will, der Nachwuchsführungskraft, die ihren Personalentwicklungsplan einsehen möchte oder dem Recruiter, der neu eingegangene Bewerbungen sichten will – möglichst leicht gemacht, die benötigten Informationen abzurufen und zu bearbeiten, trägt dies zu einer optimierten Employee Experience bei.

 

Über die gesamte Laufbahn im Unternehmen hinweg – entlang der sogenannten Employee Journey – hilft eine Software, wie beispielsweise die cloudbasierte SAP SuccessFactors HXM-Suite dabei, ein individuelles und förderliches Arbeitsumfeld zu gestalten und somit positive Mitarbeitererlebnisse zu schaffen. SAP SuccessFactors deckt mit zahlreichen Modulen die gesamte Employee Journey ab und bietet dem Personalwesen umfassende Unterstützung.

 

Während sich eine herkömmliche Lösung für das Human Capital Management (HCM) meist auf die HR-Kernfunktionen – wie die Personalabrechnung, in Form der Erfassung und Verarbeitung von betrieblichen und organisatorischen Daten – beschränkt, stehen bei einer HXM-Suite die Erfahrungsdaten der Mitarbeiter im Zentrum. Diese unterstützen das Unternehmen dabei, besser zu analysieren, was in den HR-Prozessen gut läuft und wo Optimierungsbedarf besteht. So kann das Human Capital Management ausgebaut werden, ohne den Fokus auf die wichtigen HR-Kernfunktionen zu verlieren.

Beispiele für erfolgreiches Human Experience Management

  • Umfrage-Tools geben dem Unternehmen die Gelegenheit, zu verstehen, wo es Verbesserungebedarf in der Employee Experience gibt. Sie sind schnell und anonymisiert einsatzbar. Sie machen deutlich, wo es Differenzen zwischen den Eindrücken der Personalabteilung und den tatsächlichen Mitarbeitererfahrungen gibt. Und sie ermöglichen dem Unternehmen, das Erlebnis am Arbeitsplatz grundlegend zu optimieren.
  • Self-Services helfen den Beschäftigten, ihre Anliegen schnell an die richtige Stelle im Unternehmen zu übermitteln. Ein einfaches, aber effektives Beispiel dafür ist der Urlaubsantrag, für den früher Formulare ausgefüllt und per E-Mail versandt werden mussten. Heute ist das einfach per Eingabe auf dem Smartphone möglich.
  • Software für das Human Experience Management – wie SAP SuccessFactors – trägt dazu bei, das Recruiting und die Personalentwicklung zu optimieren. Im Recruiting kommt es darauf an, Touchpoints zu identifizieren, an denen die Bewerbung besonders häufig abgebrochen wird – und diese entsprechend neu zu gestalten. In der Personalentwicklung ist es wichtig, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, die absolvierten Trainings zu bewerten, um auf dieser Basis die Angebote anpassen und KI-gestützte Trainingsempfehlungen aussprechen zu können.

Fazit: Den Arbeitsalltag mit dem IT-System optimal begleiten

Mit Human Experience Management können Arbeitgeber das Erlebnis am Arbeitsplatz nachhaltig verbessern und ihren Mitarbeitern die Botschaft übermitteln, dass sie ihnen wichtig sind. Menschen sind mehr als Humankapital. HR-Software-Lösungen von SAP stellen Mitarbeiter aller Stufen – von Azubis bis zum Management – in den Mittelpunkt und bietet ihnen Nutzungsmöglichkeiten, die genau auf ihre Wünsche und Bedürfnisse abgestimmt sind. So wird der Arbeitsalltag softwaretechnisch optimal begleitet.

Christina Blum

Als Specialized Sales Human Resources unterstütze ich Unternehmen dabei, sich im HR-Umfeld zukunftssicher aufzustellen. Mit meinen Beiträgen möchte ich die Möglichkeiten zur Digitalisierung des Personalwesens rund um das Human Experience Management, Ausbildung 4.0 & Co. aufzeigen.

Seite weiterempfehlen