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Digitalisierung

Digitale Reformation

, Lesezeit ca. 3 Minuten

Freuen Sie sich auch schon auf unseren zusätzlichen bundesweiten Feiertag am 31. Oktober? Für die Nicht-Protestanten unter den Lesern: Wir feiern den 500. Jahrestag der Reformation. Genauer gesagt jährt sich der Tag, an dem Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür des Doms zu Wittenberg geschlagen hat, und damit die Reformation in Gang gesetzt hat, die 130 Jahre später mit dem Westfälischen Frieden endete.

Die Reformation wäre aber gar nicht möglich gewesen, wenn nicht Johannes Gutenberg 1450 den Buchdruck erfunden hätte. Luther und andere Reformatoren nutzten diesen für die Verbreitung reformatorischer Schriften und – ganz wichtig – der deutschen Bibelübersetzung. Die Reformation wurde also gewissermaßen durch die Erfindung der IT (im eigentlichen Sinne des Wortes „Informationstechnologie“) in Gang gesetzt.

 

Wann werden wir den Jahrestag der Digitalen Reformation (wir sagen ja noch „Digitale Transformation“) feiern? Noch ist alles offen.

 

Wenn wir glauben, wir könnten uns schon vorstellen, was die Digitale Reformation uns bringt, täuschen wir uns. Uns ist noch gar nicht bewusst, welche gesellschaftlichen Veränderungen bevorstehen. Streikende Taxifahrer, die gegen Uber protestieren, sind da noch gar nichts.

 

Gemessen an den Zeitspannen ist es auch verfrüht. Vom Buchdruck bis zum Abschluss der Reformation sind 200 Jahre vergangen und die Verbreitung des modernen Smartphones durch Apple jährt sich gerade zum 10. Mal.

 

A propos Smartphone: Als Anfang des 19. Jahrhunderts in England die ersten Eisenbahnen aufkamen, nannte man sie „iron horse“. Erst als die Veränderungen sichtbar wurden, die damit einhergingen, kam der Begriff „Locomotive“ auf. Vielleicht finden wir eines Tages ein ganz eigenes Wort für das „Smart-phone“, wenn wir nämlich die gesellschaftlichen Veränderungen (also die Reformation) sehen, die es uns bringt. Gary Shteyngart beschreibt in seinem Roman „Super sad true love story“ eine solche Welt und prägt folgerichtig einen eigenen Begriff für unser Smartphone, den „Äppärät“. Mittlerweile findet man das Wort schon im Urban Dictionary.

 

Vor 500 Jahren war Deutschland führend in der IT und damit auch in der Reformation. Müssen wir uns heute Sorgen machen, den Anschluss zu verlieren? Auf einer Gartner-Veranstaltung habe ich einmal eine Keynote gehört, in der der Sprecher an das internationale Publikum die Warnung aussprach, man solle bloß auf Deutschland achten, dort hege man unter dem Begriff „Industrie 4.0“ den Plan, schon wieder in allen Fertigungsprozessen die Konkurrenz abzuhängen. Und tatsächlich spricht Silicon Valley von dem „Internet of Things“, denn „Industrie 4.0“ hat unsere Bundesregierung 2011 geprägt. Hätten Sie das gedacht?

 

Neben der Reformation und dem Smartphone gibt es 2017 noch ein weiteres wichtiges Jubiläum: Die FIS hat 25. Geburtstag und mischt schon genauso lange bei der digitalen Reformation mit. Unser Ziel seit Firmengründung war schon immer, Ihre Geschäftsprozesse zu digitalisieren und damit effizienter und wirtschaftlicher zu machen. Auch heute stellen wir uns für Sie für die Zukunft auf, mit SAP S/4 HANA Enterprise Management, mit einem Extended Warehouse Management, mit der Integration der Medienwerft und der Hybris-Produktfamilie in unser Portfolio und mit einem Enterprise Information Management, das die Verarbeitung Ihrer Daten von Eingangsdokumenten bis hin zu Stammdaten digital und automatisiert abbildet – damit auch Sie bald Ihren digitalen Reformationstag feiern können!

Christian Hüsing

Christian Hüsing leitet die Abteilung Enterprise Information Management und verantwortet Consulting, Support und Entwicklung der FIS-Lösungen rund um Enterprise Content Management (FIS/fci und FIS/edc) und Stammdatenmanagement (FIS/mpm): „Der Kontakt zu Kunden und Partnern ist mir wichtig. Ich wünsche mir, dass wir Rückmeldung auf unsere Blog-Beiträge erhalten und dadurch ins Gespräch über die Themengebiete Digitalisierung, Automatisierung bei der Belegverarbeitung, Trends im Stammdatenmanagement und Ihre Erwartungen an FIS kommen."

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